Über Taekwondo

Taekwondo ist eine alte Kampfkunst aus Korea, die bis auf das Jahr 50 v.Chr. zurückgeht. Übersetzt bedeutet "Tae" stoßen (Fuß- bzw. Beintechnik), "Kwon" bedeutet mit der Hand oder Faust schlagen (Handtechnik) und "Do" bedeutet der Weg.
Im Taekwondo dominieren verschiedene kraftvolle Beintechniken, die Taekwondo von anderen Kampfsportarten aus dem Orient unterscheiden. Es werden Ausdauer, Schnelligkeit und Technik trainiert, wobei die Bewegungen sowohl in geraden als auch fließenden runden Linien ausgeführt werden.
World Taekwondo Federation
World Taekwondo Federation

Taekwondo und Olympia

Im Jahr 1973 wurde die World Taekwondo Federation (WTF) gegründet. Seit diesem Zeitpunkt wurde Taekwondo in vielen internationalen Sportgemeinschaften als Mitglied aufgenommen. In den Jahren 1988 und 1992 nahm Taekwondo als Demonstrationssportart an den Olympischen Spielen teil. Im Jahr 1994 wurde Taekwondo vom I.O.C. als offizieller Olympischer Sport akzeptiert und im Jahr 2000 wurde in Sydney, Australien, zum ersten Mal ein offizielles Olympisches Taekwondo Turnier durchgeführt.

Taekwondo heute

Heute zählt Taekwondo zu den beliebtesten aufstrebenden Sportarten.
Weltweit trainieren in 205 WTF Mitgliedsländern mehr als 70 Millionen Sportler Taekwondo. In Europa sind 50 Länder Mitglied in der European Taekwondo Union (ETU) und in Österreich sind ca. 150 Vereine Mitglied im Österreichischen Taekwondo Verband (ÖTDV).
Taekwondo heute
Internationaler Sport
Kyorugi
Wettkampf

Taekwondo als Breitensport

Taekwondo ist nicht nur etwas für Leistungssportler sondern ist vor allem als Breitensport beliebt. Taekwondo bietet Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Mädchen und Burschen, Damen und Herren, für jung und alt, je nachdem welche persönlichen Ziele verfolgt werden. Taekwondo zählt zu den Schnellkraftausdauer-Sportarten, die den gesamten Körper und Geist beanspruchen. Gefordert und gefördert werden durch Training neben Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer, Koordination, Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Gelenkigkeit und Gleichgewicht. Taekwondo stärkt das allgemeine Körperbewusstsein und fördert dabei auch die Kontrolle über die Atmung. Die sportliche Gesamtleistung ergibt sich aus Technik, Taktik, Kondition und psychischen Fähigkeiten.

Mehr als nur Sport

Ethische und moralische Begriffe wie Respekt, Wertschätzung, Fairness, Ehre, Treue und Selbstdisziplin sind untrennbar mit Taekwondo verbunden. Die Kampfsportart zielte ursprünglich in erster Linie darauf ab, vor Angriffen zu schützen und diente damit der Selbstverteidigung. Die Philosophie, die schon im Namen Taekwondo steckt, bringt eine Verantwortung für den Sportler mit sich, die erlernten Techniken beispielsweise niemals selbstsüchtig anzuwenden sondern sich stets der Vorbildwirkung bewusst zu sein.
Fairness
Fairness und Respekt
Poomsae
Taekwondo Poomsae

Teilbereiche

Teilbereiche des Taekwondo sind Kibon (Grundtechniken), Kyorugi (Freikampf), Poomsae (Formen), Kyokpa (Bruchtests) sowie Hosinsul (Selbstverteidigung). Durch regelmäßiges Training können sich Anfänger, Fortgeschrittene, Schüler aber auch Profis und Trainer immer weiter verbessern.